Kennen Sie das Gefühl? Die Augen brennen und fühlen sich müde und schwer an. Man reibt sich die Augen und hofft auf ein wenig Erleichterung; leider vergeblich. Für viele ist das „Problem trockene Augen“ schon alltäglich geworden und wird darum schnell unterschätzt. Lesen, Bildschirmarbeit, Autofahren; all dies kann sich mühsam anfühlen, wenn die Augen nicht ausreichend befeuchtet sind.
Trockene Augen entstehen, wenn ihnen die natürliche Feuchtigkeit fehlt. Die Folge: ein brennendes Gefühl oder ein gewisser Druck auf den Augen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Trockene Heizungsluft, die Luft aus Klimaanlagen, lange Bildschirmzeiten oder auch Umweltfaktoren wie Staub und Wind setzen dem menschlichen Auge zu. Auch Augenerkrankungen, Autoimmun- oder Stoffwechselerkrankungen, Vitaminmangel, Fehler beim Tragen von Kontaktlinsen, hormonelle Veränderungen oder auch die Einnahme von Medikamenten dazu beitragen, dass die Augen schneller austrocknen. Welche Ursachen dem Symptom auch immer zugrunde liegen: zentraler Dreh- und Angelpunkt ist der Tränenfilm; ein hauchdünner Schutzfilm, der die Augen mit Feuchtigkeit versorgt und vor Reizstoffen schützt. Produzieren die Tränendrüsen nicht ausreichend Feuchtigkeit, führt dies zu trockenen Augen.
Zwei Ursachen können trockene Augen hervorrufen. Zum einen: Eine wässrige Unterproduktion. Das Auge verfügt über zu wenig Tränenflüssigkeit. Dadurch wird der natürliche Schutzfilm auf dem Auge zu dünn oder reißt schnell auf. Zum anderen: Eine schlechte Qualität des Tränenfilms. Hierbei ist zwar genügend Tränenflüssigkeit vorhanden, doch der Tränenfilm ist instabil, weil die Funktion der Lipidschicht eingeschränkt ist. Beide Varianten weisen oft ähnliche Symptome auf, müssen jedoch gesondert therapiert werden.
Ist der Tränenfilm von schlechter Qualität, ist eine Therapie mit Augensprays, die die Lipidschicht stabilisieren, sinnvoll. Auch eine Lidrandpflege ist empfohlen. Hierdurch werden die Meibomschen Drüsen – verantwortlich für die Produktion der Lipidschicht – geöffnet und angeregt. Verfügt das Auge über zu wenig Tränenflüssigkeit, gilt es, den Tränenfilm zu stabilisieren und die Augenoberfläche zu schützen. Augentropfen oder feuchtigkeitsspendende Gelprodukte bringen schnelle Linderung. Wer viel am Bildschirm arbeitet, sollte regelmäßig kleine Pausen einlegen und bewusst blinzeln, um die natürliche Feuchtigkeit der Augen zu unterstützen. Die 20-20-20-Regel besagt, alle 20 Minuten einfach mal 20 Sekunden in die Ferne zu schauen.
Überdies lohnt sich ein Blick in die Hausapotheke. Umschläge mit warmen Kompressen beruhigen gereizte Augen auf natürliche Weise. Schwarzer Tee zum Beispiel wirken entzündungshemmend und entspannend. Gurkenscheiben kühlen, spenden Feuchtigkeit und reduzieren Schwellungen. Auch die regelmäßige Einnahme von natürlichen Omega-3-Fettsäuren oder entsprechenden Präparaten leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Tränenfilms und der Milderung der Symptome. Und manchmal genügen auch die kleinsten Veränderungen, um Großes zu bewirken: einen Luftbefeuchter aufstellen und – man kann es gar nicht oft genug betonen – trinken, trinken, trinken … Zeigen diese Maßnahmen nicht die gewünschte Wirkung, empfehlen wir die Verwendung von Benetzungstropfen.
Ist trotz aller Maßnahmen keine Besserung zu verspüren, sollte man eine Augenärztin oder einen Augenarzt, eine Augenoptikerin oder einen Augenoptiker zu Rate ziehen. Modernste Untersuchungen zeigen, wo die Ursachen für trockene Augen liegen und was man tun kann, um das kostbare Sinnesorgan wirksam zu schützen.
Trockene Augen können vielerlei Ursachen haben. Um gesundheitliche Erkrankungen von vorn herein auszuschließen, fragen Sie Ihren Augenarzt oder Ihren geschulten Binder Optik Augenoptiker. Gemeinsam mit Ihnen findet sich eine Lösung. Ganz sicher.